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„Ich dachte, ich muss sterben“: WM-Moderatorin Esther Sedlaczek spricht offen über Depression

Symbolbild · KI-generiert

„Ich dachte, ich muss sterben“: WM-Moderatorin Esther Sedlaczek spricht offen über Depression

Plötzlich keine Luft mehr, Taubheitsgefühle, Panik: Sportmoderatorin Esther Sedlaczek beschreibt offen, wie sie in einer Nacht an ihre Grenze kam. Heute blickt sie zurück auf Therapie, Yoga – und den Mut, auszusprechen, was kaum jemand sieht.

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Eine Nacht, die alles veränderte

Sportmoderatorin Esther Sedlaczek erinnert sich an eine Nacht, die sie bis heute nicht vergessen hat. Sie berichtet, dass sie plötzlich unter Atemnot und Taubheitsgefühlen litt und große Angst bekam. Später schilderte sie diesen Moment mit den Worten: „Ich dachte, ich falle gleich um und muss sterben.“ Ein Krankenwagen brachte sie in die Notaufnahme. Jahre später spricht Sedlaczek offen darüber und ordnet die damaligen Panikattacken als Teil einer postpartalen Depression ein.

Damals arbeitet Sedlaczek noch für Sky. Neben ihrer beruflichen Verantwortung steht sie gleichzeitig vor den Herausforderungen des Familienalltags. Rückblickend beschreibt sie diese Zeit als eine Phase, in der sie sich selbst enorm unter Druck setzte und Warnsignale ihres Körpers nicht ausreichend wahrnahm.

Zwischen Familie, Karriere und Anspruch – wo der Druck wächst

Esther Sedlaczek berichtet in einem Interview, dass sie sich in dieser Zeit bemühte, in allen Bereichen ihres Lebens Perfektion zu erreichen. Ihre erste Tochter war bereits geboren, und der Alltag mit Baby, Ehe und Beruf stellte eine große Herausforderung dar. Sie beschreibt, dass sie damals Panikattacken erlebte und diese rückblickend als Folge einer späten postpartalen Depression einordnet. Sie erklärt, dass solche Erkrankungen auch Monate nach einer Geburt auftreten können und dass hohe Ansprüche an sich selbst problematisch werden können.

Beruflich setzte sich Sedlaczek stark unter Druck und analysierte ihre Auftritte kritisch. Die langen Arbeitszeiten und die ständige Selbstkritik belasteten sie.

Der Weg zurück: Therapie, Yoga und ein neuer Umgang mit sich selbst

Nachdem die körperlichen Symptome nicht nachlassen, sucht Sedlaczek professionelle Hilfe. Sie beginnt eine Therapie, macht Yoga und treibt wieder mehr Sport. Das Ziel: sich selbst wieder spüren, einen Weg aus dem ständigen Funktionieren finden. Sie spricht davon, sich bewusst neue Routinen zu schaffen. Heute, Jahre später, sagt sie offen, dass sie gelernt hat, sich selbst mehr Raum zu geben.

Ihre Offenheit, über diese sensible Phase zu berichten, ist auch eine Einladung an andere, psychische Krisen nicht zu verschweigen. “Ich habe damals alles selbst verlangt – und gemerkt, dass das nicht gesund ist”, erklärt sie.

Was diese Geschichte zeigt

Heute spricht Esther Sedlaczek offen über diese schwierige Phase ihres Lebens. Gerade weil sie vielen Menschen als erfolgreiche und souveräne Moderatorin bekannt ist, macht ihre Geschichte deutlich, dass psychische Krisen jeden treffen können. Nach außen sichtbarer Erfolg schützt nicht automatisch vor Überforderung, Erschöpfung oder Ängsten. Sedlaczek beschreibt rückblickend vor allem den Druck, den sie sich selbst gemacht hat – und wie wichtig es für sie war, professionelle Unterstützung anzunehmen.

Sedlaczeks Erfahrungen zeigen auch, wie leicht Warnsignale übersehen werden können. Gerade deshalb raten Fachleute dazu, anhaltende psychische oder körperliche Belastungen ernst zu nehmen und frühzeitig Unterstützung zu suchen.

Checkliste: Warnsignale, bei denen Handeln wichtig ist

  • Anhaltende Erschöpfung oder Antriebslosigkeit über Tage oder Wochen
  • Panikattacken, Atemnot oder unerklärliche körperliche Symptome
  • Schlaflosigkeit, Angst vor dem Einschlafen oder vor der Dunkelheit
  • Gefühl, im Alltag nicht mehr zu funktionieren oder ständig unter Druck zu stehen
  • Wiederkehrende Selbstzweifel, das Gefühl, nicht gut genug zu sein

Je früher, desto eher.

Wer psychischen Druck spürt oder Angst hat, sollte sich nicht scheuen, Hilfe zu suchen – etwa bei Hausärzten, Psychotherapeuten oder anonymen Beratungsangeboten wie der Deutschen Depressionshilfe. In akuten Krisen können Beratungsstellen oder Notrufnummern jederzeit kontaktiert werden.

Wer beim Einschlafen Herzrasen oder Atemnot bemerkt, kann oft schon im eigenen Tagesrhythmus einen ersten Anhaltspunkt entdecken, bevor er das Wartezimmer eines Arztes aufsucht.

Quellen:

Stiftung Deutsche Depressionshilfe https://www.deutsche-depressionshilfe.de/

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)⁠ https://www.bioeg.de/