Bürgergeld vorbei – plötzlich fehlen Tausende Euro Rente
Der Fall von Gerd K. zeigt, wie teuer eine verpasste Rentenfrist werden kann. Eigentlich wollte er mit seiner Frau den Ruhestand genießen. Doch nach dem Ende seines Bürgergeldbezugs fehlten plötzlich mehrere Monate Rente.
Renten-Schock nach Bürgergeld: Warum Betroffene Tausende Euro verlieren können
Viele Bürgergeld-Empfänger gehen davon aus, dass der Übergang in die Altersrente automatisch erfolgt. Doch genau dieser Irrtum kann später teuer werden. Denn in Deutschland gilt ein einfacher Grundsatz: Ohne Antrag wird keine Rente gezahlt.
Ein typisches Problem entsteht beim Wechsel vom Bürgergeld in die Regelaltersrente. Endet der Bürgergeld-Bezug, informiert das Jobcenter zwar über das Auslaufen der Leistungen. Den eigentlichen Rentenantrag müssen Betroffene jedoch selbst stellen. Erfolgt der Antrag zu spät, können mehrere Rentenmonate unwiederbringlich verloren gehen.
Die gefährliche Drei-Monats-Frist
Wer die Regelaltersgrenze erreicht, sollte seinen Rentenantrag möglichst früh stellen. Nach den gesetzlichen Regeln kann die Rente rückwirkend nur innerhalb bestimmter Fristen bewilligt werden. Wird der Antrag zu spät eingereicht, beginnt die Rentenzahlung erst ab dem Monat der Antragstellung.
Die Folge: Mehrere Monate Rentenanspruch können verloren gehen. Eine spätere Nachzahlung erfolgt in diesen Fällen in der Regel nicht.
Jobcenter und Rentenversicherung handeln nicht automatisch
Viele Betroffene verlassen sich darauf, dass Behörden den Übergang selbst organisieren. Tatsächlich bleibt die Verantwortung jedoch beim Versicherten. Weder das Jobcenter noch die Deutsche Rentenversicherung stellen automatisch den erforderlichen Antrag.
Deshalb empfehlen Fachleute, sich frühzeitig über den eigenen Rentenbeginn zu informieren und die notwendigen Unterlagen rechtzeitig einzureichen.
So vermeiden Sie finanzielle Verluste
• Rentenauskunft frühzeitig anfordern • Regelaltersgrenze prüfen • Rentenantrag rechtzeitig stellen • Nicht auf automatische Hinweise von Behörden verlassen • Den Eingang des Antrags dokumentieren
Am Ende entscheidet oft ein einziges Datum über mehrere Monate Rentenzahlung: der Tag, an dem der Rentenantrag offiziell bei der Deutschen Rentenversicherung eingeht.